Hund verliert viele Haare

Mein Hund verliert so viele Haare. Was kann man dagegen tun?

Antwort von Dr. Christine Löwenstein

Christine Löwenstein mit Hund und KatzeHaarausfall ist ein normaler Prozess. Viele Tiere zeigen verstärkten Haarverlust im Frühjahr und im Herbst. Manche Tier haaren das ganze Jahr über.

Als grobe Daumenregel gilt: So lange keine haararmen oder haarlosen Hautbezirke entstehen, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Bürsten Sie das Fell regelmäßig und sorgfältig. Manche Tiere profitieren von der Gabe von speziellen essentiellen Fettsäuren, dies sind Stoffe, die helfen neue Hautzellen und Haare zu bilden.

Alterserscheinung oder Hauterkrankung?

Der Schäferhund meiner Eltern ist 12 Jahre alt. Von Monat zu Monat verliert er Unmengen von Fell, so dass er jetzt fast nackt ist. Er hat überall Warzen, Schuppen und Beulen am ganzen Körper. Er magert ab, obwohl er viel frißt und kratzt sich ständig unter Jaulen. Zudem stinkt er so stark, dass man es kaum aushält.

Meine Eltern und der Tierarzt halten das alles für Alterserscheinungen. Ich denke, dass kann nicht sein und mache mir Sorgen, zumal sie sich noch einen Welpen angeschafft haben.
Was ist wenn das eine ansteckende Krankheit ist…..Was meinen Sie?

Antwort von Dr. Christine Löwenstein

Christine Löwenstein mit Hund und KatzeNatürlich haben auch Hunde Alterserscheinungen wie Warzen, diese sind aber normalerweise nicht juckend.

Schuppen, Beulen, Juckreiz, starker Geruch und Gewichtsabnahme sind Anhaltspunkte für eine Allgemeinerkrankung. Ich halte eine umfassende Untersuchung für dringend notwendig. Insbesondere würde ich nach Demodexmilben, bakteriellen Infektionen oder/und Hefepilzbefall suchen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Auf das der Schäferhund Ihrer Eltern einen angenehmen Lebensabend verbringt!

Außerdem sollte man ansteckende Erkrankungen, die vielleicht auch die Welpen gefährden, durch entsprechende Untersuchungen ausschließen.

Unterstützung der Heilung nach Krätze

Wir bekommen in der nächsten Woche eine Boxerhündin aus der Türkei. Wie uns gesagt wurde litt die Hündin unter Krätze, die aber mit Erfolg behandelt wurde. Nun ist die gesamt Haut noch stark verschorft und stark gerötet.

Wir möchten im Vorwege gerne wissen was wir der Hündin Gutes tun können und schnellst möglich eine komplette Heilung zu erzielen. Über ein Rückantwort wären wir Ihnen sehr dankbar.
Vielen Dank im voraus.

Antwort von Dr. Christine Löwenstein

Christine Löwenstein mit Hund und KatzeDie Behandlung von Krätze, d.h. der Infektion mit Sarcoptesmilben stellt normalerweise kein großes Problem dar, es gibt mehrere Medikamente, die gut wirksam sind. Meist läßt nach der Behandlung auch der quälende Juckreiz recht schnell nach.

Wie bei Ihrer Boxerhünden ist in einigen Fällen die Haut durch die Erkrankung arg mitgenommen. Da helfen pflegende, rückfeuchtende Shampoos. Möglicherweise liegen sekundäre, bakterielle Hautinfektionen vor, auf welche Sie Ihre Hündin zur sicheren Genesung untersuchen lassen sollten.

So schlimm die Erkrankung im Augenblick auch sein mag, die Prognose ist gut! Sie werden sicherlich viel Freude mit Ihrer Boxerhündin haben!

Bitte denken Sie daran, dass Räudemilben auch auf den Menschen übertragbar sind!

Ursache von Haarausfall, Juckreiz und verdickter Haut?

Hallo!

Meine Deutsche Dogge, weiblich, fast 6 Monate alt, zeigt folgende Symptome:

  • Haarausfall zwischen den Schulterblättern, mittlerweile auch auswandernd über den ganzen Rücken, kreisrunde Stellen etwa in der Größe eines 1-Cent-Stücks
  • verdickte, borkig-krustige Haut, leicht gerötet, Haare an der Stelle vor dem Ausfall fettig
  • Juckreiz

Hautabgeschabsel waren negativ auf Demodex und Sarcoptes, die Woodsche Lampe zeigte keinen Hinweis auf einen Pilzbefall. Der Hund ist sonst bei bester Gesundheit.

Antwort von Dr. Christine Löwenstein

Christine Löwenstein mit Hund und KatzeLiebe Tierbesitzerin,

es stand zwar nicht ausdrücklich in Ihrer E-Mail, aber ich höre die Frage heraus: Was kann mein Hund haben?

Nun aus der Ferne kann ich auch keine Diagnosen stellen, aber meine ersten Gedanken sind: Demodikose, Hautpilz (nicht alle Hautpilze sind in der Wood´schen Lampe fluoreszenzpositiv) und bakterielle Hautinfektion. Wenn all das negativ ist, kann eine Hautbiopsie Aufschluss geben, ob vielleicht eine angeborene Erkrankung vorliegt.